Review: Gazpacho – Fireworker (2020)

Label: Kscope Spieldauer: 56:37 VÖ: 18.09.2020 Formate: CD / LP / Digital

Gazpacho: Jan-Henrik Ohme – Vocals, Thomas Alexander Andersen – Keyboards, Jon-Arne Vilbo – Guitars, Mikael Kroemer – Violin, Mandolin, Guitars, Kristian “Fido” Torp – Bass, Robert Risberget Johansen – Drums, Percussion

Tracklist: 1. Space Cowboy 2. Hourglass 3. Fireworker 4. Antique 5. Sapien

Wie eine laue, kalte Gemüsesuppe klingen Gazpacho auf ihrem neuen Album “Fireworker” nun schon gar nicht … wie fast immer bei Gazpacho reicht ein Hördurchgang, oder mal “reinhören” absolut nicht aus. Das Album braucht Zeit, viel Zeit und Ruhe beim durchhören. Doch dann baut sich ein Werk auf, das ich so von den Norwegern seit “Night” oder “Demon” nicht mehr gehört habe.

Insgesamt 5 Tracks … drei von kürzerer Spieldauer werden vom … fast zwanzig Minütigen Opener “Space Cowboy” und rund fünfzehn Minütigen Abschluss “Sapien” eingebettet. Es beginnt mit einem akustischen Vorspiel, dann leiten getragene, hypnotische Melodien den ersten Longtrack ein, dann wieder überraschende Wendungen, von sakralen Opernchören über Glockenspiel und Harfe bis zu brachialen E-Gitarren. Mal getrieben, mal ruhig und immer wieder der Chor … Jan-Henrik Ohme setzt in den ruhigeren Passagen mit seiner Stimme dem ganzen noch die Krone auf.

“Hourglass” beginn mit einer schönen Pianopassage, schön auch die Violine, Gazpacho hat ein unwahrscheinliches Gespür, den richtigen Moment für die einzelnen Instrumente an der richtigen Stelle einzusetzen, hier finde ich den Chor aber nicht so passend … bisschen wie ne Reprise zum Opener.

Anschliessend folgt der Titeltrack “Fireworker” und es ändert sich die Stimmung plötzlich aber völlig. Das Lied hat Groove, klingt deutlich härter, mit schönen Gitarren und nimmt ziemlich Fahrt auf. Das rockigste Stück auf dem Album.

“Antique” ist dann wieder ein ruhigeres Stück, welches aber sehr interessant aufgebaut ist um dann zum Schlusstrack “Sapien” zu kommen. Hier ziehen Gazpacho noch mal alle Register ihres Könnens. Dichter Atmosphärischer Artrock vom feinsten. Für mich der stärkste Song des Albums…

Wertung: 8,5 / 10

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